2. Sinfoniekonzert
Hector Berlioz: Le carnaval romain, Ouvertüre op. 9
Pjotr I. Tschaikowski: Violinkonzert D-Dur op. 35
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur »Rheinische«
Dirigent Svetoslav Borisov
Solist Jakow Pavlenko Violine
Anhaltische Philharmonie Dessau
In diesem Konzertprogramm begegnen uns drei Werke, die das Leben feiern. Im Mittelpunkt steht Pjotr I. Tschaikowskis Violinkonzert (1878), eines der schwierigsten, aber auch wirkungsvollsten Werke des Repertoires. Auf den breit ausgeführten ersten Satz folgt eine leicht melancholische Canzonetta, bis sich mit Beginn des Finales eine schier unbändige, wilde Lebensfreude Bahn bricht. Solcherart turbulente Volksfeststimmung dominiert auch in der Ouvertüre Römischer Karneval von Hector Berlioz. Der Komponist schuf hier aus Themen seiner Oper Benvenuto Cellini ein brillantes Orchesterwerk, das seit seiner Pariser Uraufführung 1844 das Publikum immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinreißt. Auch Robert Schumann konnte mit seiner 3. Sinfonie, die 1850 an seinem neuen Wirkungsort Düsseldorf entstanden war, einen großen Publikumserfolg verbuchen. Man hört dem Werk das Glücksgefühl und die Freude an, die Schumann damals erfüllten. Die fünfsätzige Sinfonie zeichnet sich durch unmittelbare Frische und Natürlichkeit der Erfindung sowie einen geradezu jugendlichen Überschwang aus. Gleich der erste Satz führt uns mitten hinein ins rheinische Volksleben. Das Finale schließlich ist von Schumann bewusst im volkstümlichen Ton gehalten worden und als Ausdruck rheinischen Frohsinns gedacht.
Die Sinfoniekonzerte der Anhaltischen Philharmonie Dessau werden großzügig unterstützt durch die octapharma Dessau GmbH.
Kommentare sind geschlossen.