3. Sinfoniekonzert
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie D-Dur KV 297 »Pariser«
Maurice Ravel: Klavierkonzert D-Dur für die linke Hand
Edward Elgar: Enigma-Variationen op. 36
Dirigent Mihkel Kütson
Solist Joseph Moog Klavier
Anhaltische Philharmonie Dessau
Während seines Paris-Aufenthalts im Sommer 1778 schrieb der damals 22-jährige Mozart im Auftrag der »Concerts spirituels« eine neue Sinfonie, die »mit allem Applauso« ihre Uraufführung erlebte. Der junge Komponist nutzte in dieser seiner »Pariser Sinfonie« alle ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, indem er für ein groß besetztes Orchester schrieb und nicht vergaß, den Hörgewohnheiten des Pariser Publikums Tribut zu zollen. Mozart selbst schätzte die Sinfonie immerhin so hoch ein, dass er sie noch 1783 während einer Akademie seiner Schwägerin Aloysia Lange in Wien zu Gehör brachte. In Wien fand 1932 auch die Uraufführung des Klavierkonzerts D-Dur für die linke Hand von Maurice Ravel statt. Auftraggeber war der österreichische Pianist Paul Wittgenstein, der im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verloren hatte. Im Gegensatz zu Ravels gleichzeitig entstandenem heiteren G-Dur-Klavierkonzert ist das D-Dur-Konzert von düsterer Tragik umwittert. Es hat nur einen Satz, der zahlreiche Jazz-Effekte aufweist. »Dieses von fieberhaftem Glanz erfüllte Werk gewinnt den Charakter einer Beschwörung«, konstatierte Ravels Schüler und Biograf Roland-Manuel. Ins viktorianische England führt uns schließlich das orchestrale Hauptwerk Edward Elgars: die Variationen über ein Originalthema (1898), die als Enigma-Variationen bekannt geworden sind.
Die Sinfoniekonzerte der Anhaltischen Philharmonie Dessau werden großzügig unterstützt durch die octapharma Dessau GmbH.
Kommentare sind geschlossen.