Anhaltisches Theater in Dessau Eingangsansicht

Anhaltisches Theater: Turandot

Dramma lirico in 3 Akten von Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

»Volk von Peking! Das ist das Gesetz: Turandot, die Reine, heiratet den Mann von königlichem Blut, der die drei Rätsel löst, die sie ihm stellt. Doch wer die Probe sucht und nicht besteht, soll fallen von der Hand des Henkers!« So erging es bereits vielen Verehrern – sie verloren ihr Leben im Werben um die schöne Kaisertochter. Der verbannte Prinz Calaf ist von ihrer Grausamkeit entsetzt und gleichzeitig von ihrer Schönheit angezogen. Er stellt sich der Aufgabe, weder die Warnungen seines Vaters noch das Flehen der ihn innig liebenden Liù können ihn davon abhalten. Und wie durch ein Wunder besteht er die Prüfung. Doch anstatt Turandot gegen ihren Willen zu heiraten, gibt er ihr seinerseits ein Rätsel auf. Sollte sie es lösen, liegt sein Leben in ihren Händen.

Turandot ist die letzte Oper von Giacomo Puccini. Sie wurde erst nach seinem Tod 1924 von Franco Alfano nach den Skizzen und Aufzeichnungen Puccinis vollendet. Turandots Wandlung von einer hassenden zu einer liebenden Frau plausibel zu erzählen, blieb ihm überlassen.

Die Geschichte um eine grausame Prinzessin und die alles überwindende Macht der Liebe war lange weniger geschätzt als ihre Vorgängerinnen aus Puccinis Feder. Heute ist sie eine der beliebtesten Opern der Welt mit berühmten Arien – wie Nessun dorma, einer der bekanntesten Tenorarien überhaupt.

Der aus Persien stammende Turandot-Mythos war für Giacomo Puccini eine willkommene Vorlage, um seine Musiksprache an die Entwicklungen der Moderne anzupassen. Oft wurde Puccini vorgeworfen, zu konservativ, ja rückschrittlich zu sein. In Turandot aber finden sich Passagen mit scharfen Dissonanzen und treibenden Ostinato-Rhythmen ebenso wie exotische Klangfarben, strahlende Arien und große Emotionen. Puccini verwendet ein bis dahin unbekanntes Farbspektrum fernöstlicher Melodien und spürt den Klängen des alten chinesischen Kaiserreichs nach. Seine Partitur besticht neben lyrischem Belcanto und buffoneskem Witz mit orchestraler Farbpracht und mitreißenden Chorszenen, in denen die Brutalität der politischen Massenbewegungen widerhallt, die zur Entstehungszeit des Werkes Anfang der 1920er Jahre immer lauter wurden.

Werkeinführungen: jeweils 30 Minuten vor Beginn im Foyer

Datum
17.Apr..2027
Uhrzeit
17:00 - 19:30
Standort
Anhaltisches Theater
Anhaltisches Theater Dessau, Friedensplatz 1a 06844 Dessau-Roßlau
Webseite https://anhaltisches-theater.de/

Veranstalter

Anhaltisches Theater Dessau
Anhaltisches Theater Dessau
Telefon
+49 340 2511-333
E-Mail
theaterkasse@anhaltisches-theater.de
Webseite
http://anhaltisches-theater.de
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