Das Ende des Westens
Schauspiel von Lars Werner
Dresden, Ende der 1980er Jahre: Ein namenloser KGB-Agent wartet auf das Ende der Sowjetunion. Fast ein halbes Jahrhundert später wird er zum Präsidenten einer wiederauferstandenen Russischen Föderation aufgestiegen sein. Von seiner neuen Position aus orchestriert er einen stillen Generalangriff auf die politischen Systeme der westlichen Welt – einen Krieg, der nicht mit Kanonen und Panzern geführt wird, sondern in den tiefsten und düstersten Abgründen des Internets: den Kommentarspalten bei Facebook und Konsorten.
Der in Dresden geborene Autor Lars Werner dramatisiert in Das Ende des Westens den anhaltenden Infokrieg im Netz. In fiktionalen Porträts skizziert er dessen Krieger. Da ist etwa Sascha, die junge Angestellte einer Trollfabrik. Sie träumt eigentlich von einem Leben in Europa, findet sich aber in ebenso brutalen wie banalen politischen Büro-Intrigen gefangen.
Währenddessen kämpfen in Europa, in einem ganz ähnlichem Büro, hilflose Faktenchecker gegen die – unter anderem von Sascha ausgehende – Flut an Falschinformationen. Und schließlich ist da noch eine namenlose amerikanische Außenministerin auf dem Weg nach Moskau …
Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin
Werkeinführungen: jeweils 30 Minuten vor Beginn im Foyer; ausgenommen ist die Premiere
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