Farm der Tiere
Puppentheater nach George Orwell
Fassung von Cordula Jung und Louis Villinger
Für alle ab 14 Jahren
Die Tiere auf dem Gutshof von Mr. Jones leiden. Sie werden eingesperrt und ausgebeutet, ihre Körper sind geschunden. Eines Tages haben sie die Schnauze voll. Angetrieben von der Vision von einer neuen Ordnung, in der alle gleich sind und harmonisch miteinander leben, leisten sie Widerstand gegen die bestehenden Verhältnisse und revoltieren. Nachdem sie ihren Peiniger vertrieben haben, bewirtschaften sie den Hof fortan selbst und nach ihren Vorstellungen. Doch bald schon entsteht eine neue Elite. Unter dem Vorwand, den gesellschaftlichen Umbruch voranzutreiben, übernehmen die Schweine die Kontrolle und stellen sich an die Spitze der neuen Ordnung. Sie lassen die anderen für sich die Drecksarbeit erledigen, während sie selbst ins Herrenhaus einziehen und sich immer neue Privilegien einräumen. Wer sich ihnen entgegenstellt, wird brutal aus dem Weg geräumt. Das ursprüngliche Ideal einer gerechten und freien Gesellschaft wird verraten und ins Gegenteil verkehrt, bis die Tiere am Ende nach dem Motto handeln: »Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher.« Die Parabel des britischen Schriftstellers und Journalisten George Orwell aus dem Jahr 1945 gilt als Klassiker der modernen Literatur und zeigt, wie gesellschaftliche Utopien zu erschreckenden Dystopien verkommen, wenn sie durch Machtinteressen, Egoismus und Autoritarismus korrumpiert werden. Die Inszenierung kombiniert Schauspiel mit Figuren- und Maskenspiel und beschäftigt sich mit Macht und Machtmissbrauch sowie der unerbittlichen Dynamik totalitärer Mechanismen.
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